christo and jeanne-claude – wrapped trees 1998 – art book – photos peter gartmann

wrapped trees 1998 – christo and jeanne-claude – art book – photos by peter gartmann, switzerland – susanne minder art picture collection

Christo und Jeanne-Claude – Wrapped Trees

 

Zwischen dem 13. November und 14. Dezember 1998 verhüllten Christo und Jeanne-Claude in Riehen bei Basel im „Berower Park“ der Fondation Beyeler 178 Bäume.

 

Als Verhüllungsmaterial verwendete das Künstlerehepaar 55.000 m² silber-grau schimmerndes Polyestergewebe und 23 km Seil. Für jeden einzelnen Baum wurde hierfür ein extra Schnittmuster angefertigt. Die natürliche Form der Äste drückte dabei das Gewebe nach aussen und zeichnete so individuelle Formen in den Himmel.

 

 

“Revelation through concealment.”

Christo

 

 

 

christo and jean-claude – wrapped trees 1998 – art book

 

photos:  peter gartmann – art + photography – basel, switzerland

design:   susanne minder – art picture collection – basel, switzerland

 

text:   art book – peter gartmann

 

 

 

 

die durchscheinenden lichtgestalten in den verhüllten bäumen – wrapped trees – von christo und jeanne-claude haben peter gartmann und sabina roth zur serie trees und tree sculptures inspiriert.

 

Ausgehend von den baumskultpuren von christo und jeanne-claude haben sie die baumserien tree sculptures und später trees realisiert.

 

Die Baummonumente von christo und jeanne-claude mit den durscheinenden ästen haben grosse ähnlichkeiten mit den beiden kunstarbeiten trees und tree sculptures von peter gartmann und sabina roth.

 

 

art book – peter gartmann and sabina roth – tree sculptures and trees

 

paintings:   peter gartmann + sabina roth – art + photography – basel, switzerland

design:   susanne minder – art picture collection – basel, switzerland 

 

 

 

„Realistisch verschnürte Skulpturen, die wohl auf der Erde stehen,

aber vollkommen entmaterialisiert sind.“

Ernst Beyeler

 

WRAPPED TREES 1998 – Christo and Jeanne-Claude

 

In late November 1998, Christo and Jeanne-Claude wrapped 178 trees located in Berower Park around the Fondation Beyeler in Riehen near Basel.

 

Subject to ephemerality, the wrapped trees appeared like architecture – they became sculptures – concealed monuments of trees.

 

I met Ernst Beyeler in the late 80s while working on a project for the arts magazine DU. Thereafter, I saw him from time to time at his gallery. At a chance encounter in late 1998, he asked me to take a series of photos of Christo’s Wrapped Trees for himself.

 

The resulting analogue images have been lost at my place for a long time. They are published for the first time here.

 

The artwork of Christo and Jeanne-Claude has always fascinated me. The wrapped art museum in Berne 1968 and The Pont Neuf wrapped in Paris 1985 were key experiences for me. They turned my conception of art upside down.

 

At the time, I shot the Wrapped Trees with an Ektachrome film. Over the years the photos have become slightly discoloured. The resulting fine patina adds something special to these images.

 

Peter Gartmann

 

 

 

„Die Werke sollen rasch und makellos wie ein Schmetterling erscheinen und nur von kurzer Dauer sein.“

Jeanne-Claude

 

 

 

Christo und Jeanne-Claude – artworks – die wichtigsten Kunstwerke

 

1961     Gestapelte Ölfässer im Hafen, Kölner Hafen

1962     Der Eiserne Vorhang – Mauer aus Ölfässern, Rue Visconti, Paris

1968     5.600-Cubicmeter-Package, 4. documenta, Kassel

1968     Wrapped Kunsthalle Bern

1969     Wrapped, Little Bay, Australien

1969     Wrapped Museum of Contemporary Art, Chicago

1970     Wrapped Denkmal für Leonardo da Vinci, Piazza della Scala, Mailand

1976     Running Fence, Kalifornien

1983     Surrounded Island, Florida

1985     The Pont Neuf Wrapped, Paris

1991     The Umbrellas, Japan-USA

1995     Wrapped Reichstag, Berlin

1998     Wrapped Trees, Fondation Beyeler, Riehen

1999     The Wall, 13.000 Ölfässer, Gasometer Oberhausen, Oberhausen

2005     The Gates, Central Park, New York City

2013     Big Air Package, Gasometer Oberhausen, Oberhausen

2016     Floating Piers, Italien, über dem Lago d’Iseo

 

 

Christo und Jeanne-Claude

 

Christo wurde bekannt, nachdem er sich 1960 der von Pierre Restany und Yves Klein in Paris gegründeten Gruppe „Nouveau Réalisme“ angeschlossen hatte.

 

In die frühe Zeit in Paris fiel auch ein Schritt, der „wegweisend und prägend“ für Christos Kunst werden sollte: Er begann zu verhüllen. Christo verhüllte Dosen, Flaschen, Stühle, ein Auto – einfach alles, was er finden konnte – Alltagsgegenstände, die weder besonders schön noch interessant waren. Stillschweigend setzte er voraus, dass jedes, aber auch jedes Objekt seinen Platz in der Kunst haben konnte.

 

Seine Verhüllungen waren eine „Offenbarung durch Verbergen.“

David Bourdon.

 

Später realisierte Christo zusammen mit seiner Frau Jeanne-Claude Verhüllungsaktionen an Gebäuden und Grossprojekte in Landschaftsräumen, Industrieobjekten oder bekannten Bauwerken. Dabei wird er als der Künstler beschrieben, sie als die Organisatorin.

 

Christo und Jeanne-Claude entwarfen ihre Projekte gemeinsam und setzten sie auch unabhängig um. Sie nahmen keine Aufträge an und akzeptierten keine Subventionen. Auch die Finanzierung aller Werke leisteten sie aus eigenen Mitteln.

 

Wenn es einem Künstlerpaar seit Jahrzehnten wieder und wieder geglückt ist, die Schönheit zu grüssen und ihr zu Exklusiverscheinungen zu verhelfen, so mit Sicherheit Christo mit seiner Frau Jeanne-Claude. Ihre einmaligen, zeitlich begrenzten Interventionen lockten ein Millionenpublikum aus aller Welt an.

 

Ein Jahrhundertprojekt – Sturm und Regen zum Trotz – gelang im Sommer 1995: die Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes. Die verhüllte Architektur ist zum Monument deutscher Geschichte, zum Mythos geworden.

 

 

 

 

 

weitere bilder – auch aus der serie christo – wrapped trees – photos peter gartmann – im bildarchiv susanne minder

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